Fugen erneuern Dusche: Fünf Nähte von der Tasse bis zur Armatur
Jede Naht in der Dusche zeigt ihren Schaden anders.
Duschtasse und Wand
Entlang der Tasse, an der Längsseite und in beiden Ecken, sammelt sich das Wasser zuerst. Typisch sind ein dunkler Rand an der Unterkante oder ein Spalt an der Tassenkante, in dem das Wasser in der Kante stehen bleibt. Beim Abbrausen zeigt sich der Unterschied: Eine dichte Naht lässt das Wasser geschlossen zum Ablauf laufen, eine ermüdete lässt es als Tropfenreihe an der Kante hängen.
Glaswand-Anschluss
Eine fest eingebaute Glaswand hat Silikon an der Unterkante zur Tasse und an der Seite zur Wand. Ein trüber Streifen unterhalb der Glaskante oder ein Silikon mit welliger Oberfläche zeigt, dass die Naht ersetzt werden sollte. Erneuert wird die Naht, nicht das Glas. Wer nach dem Duschen die Glaskante entlangblickt, sieht auch, ob sich dort ein dünner Wasserfilm hält, statt in die Tasse abzulaufen.
Duschwand und Duschkabine
Bei einer Kabine läuft das Silikon dem Rahmenprofil entlang, wo dieses an Wand und Tasse anliegt, oft als senkrechter Strich neben dem Rahmen. Steht die Naht neben dem Profil ab oder bleiben unten am Rahmen Tropfen hängen, spricht das für eine neue Naht.
Boden und Ablauf
Bei einer bodenebenen Dusche kann zwischen Bodenplättli und Ablaufrost oder Rinne eine Silikonnaht liegen, sofern eine solche verbaut ist. Ist diese Naht dunkel verfärbt oder haftet sie am Plättli nicht mehr, gehört sie erneuert.
Armatur-Anschluss
Wo die Armatur aus der Wand tritt, kann ein schmaler Silikonring sitzen, sofern der Einbau ihn vorsieht. Ist der Ring rissig oder steht er von der Wand ab, wird er ersetzt.